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Nur 72 Stunden – von der Kunst richtig zu fühlen

Fühlen - LCC-Erfahrungen - Gabriele Winkler

Nur 72 Stunden – von der Kunst richtig zu fühlen

Kann es sein, dass man sich in nur 3 Tagen – in nur 72 Stunden – nachhaltig verändert? Dass man innerhalb dieser kurzen Zeit sein Leben zum Besseren wenden kann mit einem unglaublich einfachen Ansatz?

Nachhaltige Veränderungen im Denken und Handeln benötigen, laut einschlägiger Forschung und vieler Mentaltrainer, 21 – 28 Wiederholungen, bis sie verinnerlicht sind.

Jeder weiß, wie lange es sich hinziehen und wie mühsam es sein kann, eine Veränderung bei sich selbst herbeizuführen. Hast Du das auch schon ausprobiert? Jeden Tag sprichst du dir irgendwelche Affirmationen vor, wendest alle möglichen Techniken des Mentaltrainings an, versuchst es mit Hypnose, bastelst dir ein „Vision Board“, schickst Bestellungen an das Universum, trainierst und planst und machst und tust. Du weißt genau, was du willst!

Gefühle förderlicher einsetzen

Und trotzdem passiert so gut wie nichts? Warum scheitern wir so häufig? Warum ist es so mühsam? Ganz einfach, weil das Gefühl dazu nicht stimmt!

Wir bekommen vom Leben nicht das, was wir wollen, sondern das was wir fühlen! So erklärt es Ewald Schober regelmäßig auf dem Day of Change und gibt Tipps, wie wir unsere Gefühle förderlich einsetzen können. Denn es ist das Gefühl, das uns voranbringt oder zurückhält.

Wir werden immer wieder bestätigt in unserem Fühlen

Was auch immer wir denken und fühlen –  wir bekommen immer Situationen in unserem Leben, die uns darin bestätigen.

Du kennst bestimmt das Prinzip der Resonanz. Wenn wir glauben, dass etwas schwierig ist, dann wird es das auch für uns sein und umgekehrt. Wir sehen plötzlich das Automodell, für das wir uns interessieren, überall auf den Straßen. Wir erleben immer wieder die gleichen Enttäuschungen, die gleichen Geschichten – nur mit anderen Darstellern.

Wenn wir uns von negativen Gefühlen bestimmen lassen, wenn wir Angst vor Veränderungen haben, welche Technik soll dann wirken? Nichts, was wir aus der Not, aus dem Muss heraus in Angriff nehmen, gelingt so, wie wir es gerne hätten.

Warum fühlen wir dann nicht einfach anders?

Aber wie fühlt man anders? Im Sommer letzten Jahres hat Ewald Schober mit Schülern der LCC ein Experiment gestartet. Basierend auf der Überlegung, dass 3 Tage – 72 Stunden – intensives Erleben und Ausleben eines Gefühlszustandes ausreichen, um dieses Gefühl im Alltag zu verankern, haben sich mehr als 100 Menschen der Aufgabe gestellt, das Gefühl der Lust in ihr Leben zu ziehen und alles, was sie tun, aus der Freude heraus zu tun.

Ich war mit dabei und kann sagen, dass es anfangs schwierig war, die Lust an den alltäglichen Dingen zu entdecken, aber ich merkte bald, dass es nur an meiner Einstellung liegt und dass selbst unangenehme „Pflichten“ ganz einfach von der Hand gehen, wenn ich sie mit der Freude auf das Ergebnis heraus in Angriff nehme.

So geht’s: Gefühle wie Lust und Freude gezielt erzeugen

Bei den Dingen, die ich sowieso schon gerne machte, war es leicht, sie mit Lust und Freude zu tun. Innerhalb kürzester Zeit, drehte sich meine Wahrnehmung, intensivierten sich meine Sinne, so dass ich überall lustvolle Momente gesehen und erlebt habe – beim Spaziergang mit dem Hund im Regen, bei der Hausarbeit, beim Essen, beim Musikhören, beim Papierkram erledigen, im Kontakt mit anderen Menschen, bei der Arbeit, einfach überall. Bei jeder Gelegenheit versuchte ich das Gefühl der Lust in mir aufzubauen, sprich es mir intensiv vorzustellen und wahrzunehmen. Zusätzlich achtete ich darauf, mir in meinem Alltag bewusst Gelegenheiten zu schaffen, die mich in diesem Gefühl unterstützten.

Und in nur 72 Stunden veränderte sich meine Lebensqualität allein dadurch, dass ich dem förderlichen angenehmen Gefühl der Lust mehr Raum gegeben habe.

Ein ähnliches Experiment läuft momentan. Im Rahmen von „The Game“ – einem besonders intensiven und gleichzeitig spielerischen Coaching – trainiert eine Gruppe gerade Themen wie: Glück, Mut, Lebensfreude usw. Mal sehen, welche Erfahrungen und Erkenntnisse dabei gewonnen werden.

Wenn du jetzt denkst, das klingt zu einfach, dann probiere es selbst aus!

Was glaubst du würde passieren, wenn du dich die nächsten 3 Tage lang auf das Gefühl der Dankbarkeit fokussierst? Mach dir bewusst, wofür du alles dankbar sein darfst in deinem Leben. Mache dir zum Beispiel eine Liste. Was glaubst du wird passieren, wenn du konsequent danke sagst für alles, was dir im Laufe des Tages widerfährt, wenn du dich bei den Menschen in deinem Umfeld bedankst – für deren Zeit, für deren Unterstützung und für die Erfahrungen, die du mit Ihnen machen durftest? Wenn du dich bei Gott, beim Leben, beim Universum bedankst? Glaubst du nicht auch, dass du nach 72 Stunden in Dankbarkeit ein gelasseneres, ein zufriedeneres und auch glücklicheres Leben führst, einfach weil du deinen Fokus verändert hast und bewusster lebst?

Versuche es mal und schreib mir deine Erfahrungen in den Kommentarbereich. Ich bin gespannt!

Bildquelle: pixabay.com

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Comments

  • Anne
    Mai 6, 2016

    Wow, Gabi, super! Darf ich das teilen? Liebe Grüße Anne

  • Mai 7, 2016

    Ich sage DANKE für diesen Artikel. Sehr gute Darstellung und Zusammenfassung dieser Kunst, die wir im Game3 gerade praktizieren. Herzlichst Carmen

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