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Die positiven Blicke

Sichtweise

Die positiven Blicke

Wie eine positive Sicht auf die Dinge Dein Leben positiv beeinflusst: Die Augen sind die Fenster zur Seele. Sind die Fenster geschlossen, ist in der Wohnung, im Herzen kein Licht. Ohne Licht kein Leben, keine Liebe. Darum öffne die Augen, lass Licht in Deine Seele.

Das Gute sehen, das Schlechte übersehen

Ich entscheide, wohin ich blicke. Ich entscheide, was ich aufnehme, in mir trage und was ich liegen lassen.
Das Gute sehen, das Schlechte übersehen, ihm keine Beachtung, keine Wichtigkeit schenken: Das ist genau das Gegenteil von dem, was in der Gesellschaft „Norm“ ist. Ich kann und sollte immer und immer wieder bewusst die Entscheidung treffen und mir bewusst sein, dass die Dinge, ob gut oder schlecht, letzthin keinerlei Bedeutung haben. Denn ich bin es, der ihnen die Bedeutung gibt. Mein Ich ist geprägt von dem, was ich erfahren habe und wie ich meine Brille, meine Perspektive ausrichte, mich fokussiere.

Ein kleines Beispiel: Ich gehe in ein Antiquariat und stöbere in den wunderbaren alten Bücher. Für viele ist das unnützes, altes Zeug ohne Wert. Für andere, so auch für mich eine Fundgrube, ein wahrer Schatz. Das zeigt, die Dinge haben nur die Bedeutung, die ich ihnen gebe.

Das Gleiche hat immer auch eine duale Bedeutung und Wertigkeit: Unnützes Zeug oder wahrer Schatz. Gebe ich einem Ding eine Bedeutung, gebe ich ihm Macht, auf mich einzuwirken. Das ist so mit materiellen wie mit immateriellen Dingen.

Gebe ich einem Gefühl wie Angst oder Schmerz Bedeutung, so wird es stärker und bestimmt schlussendlich über mich. Gebe ich diesem Gefühl keine Bedeutung, wird es für mich irrelevant. Dies trifft sowohl für positive Dinge wie Freude, Bilder, Erlebnisse ein wie auch für negative Dinge wie Angst, Mangel oder Schmerz.

Jedes Ding, jeder Zustand ist bipolar. Entscheidend ist, wie ich die Dinge betrachte. Studien, so auch bei LCC, haben gezeigt und bewiesen, dass ich nur auf positiven Dingen aufbauen kann, dass negative Dinge unweigerlich zu Misserfolg und Krankheit führen. Ebenso ist erwiesen, dass sich durch die Gesetzmäßigkeit der Anziehung und Reproduktion aus positiven Dingen weitere Positive Dinge und niemals negative Dinge entwickeln. Hingegen sprießen aus negativen Dingen nur negative Dinge.

Die Sicht entscheidet

Im letzten Blog schrieb ich über Ermutigung. Dies ist ein Thema, das auch hier Einfluss hat, da die Ermutigung immer auf meiner Sichtweise basiert. Da ich nur auf dem Positiven aufbauen kann, muss ich achtsam sein mit meiner Sichtweise.

Dazu eine Geschichte aus dem Buch „Mut tut gut“:
Ein Kind kommt von der Schule nach Hause. Die Mutter will sofort das Schreibheft sehen, denn sie weiß, Schreiben ist nicht des Kindes Stärke. Fängt sie nun an, mit dem Kind zu schimpfen, weil die Schrift unleserlich ist, erreicht sie nichts. Die Schrift wird durch das Schimpfen nicht leserlicher.

Will die Mutter dem Kind helfen, so muss sie positive Dinge finden, zum Beispiel einen schön geschriebenen Buchstaben, einen schönen Satz usw. Das Kind loben und mit Freude auf diese kleinen Dinge hinzuweisen, bewirkt viel mehr als mit dem Mahnfinger und erhobener Stimme zu schimpfen. Das Kind freut sich und wird in Zukunft immer mehr Buchstaben schön schreiben.

Das Kind erlebt das Lob ganz anders als die Ermahnung. In der Ermahnung erfährt es eine Bestätigung, denn es weiss ja, dass es keine schöne Schrift hat. Es bildet Glaubenssätze und wird so nie erkennen, welche wunderbaren kreativen Fähigkeiten in ihm stecken. Weist die Mutter das Kind auf die schönen Buchstaben, einen schönen Satz hin, so wird das Kind ermutigt, weitere Buchstaben schön zu schreiben.

Es werden seine künstlerischen Fähigkeiten gefördert, und der Glaubenssatz „Ich bin gut“ wird gefestigt. Kinder wie auch Erwachsene können nur durch das Positive, durch Ermutigung, aufgebaut und gefördert werden.

Perspektive und Erwartungen

Die Erwartungen im Leben richten sich immer nach meiner Sichtweise. Auch Erwartungen beinhalten eine grosse Kraft, genauso wie die Bedeutung, die ich einem Ding zuordne. Habe ich eine positive Perspektive, sehe ich trotz Unbill die Dinge positiv. Dann habe ich auch eine positive Einstellung zu meiner Zukunft und lebe in einer positiven Erwartung.

Auch hier wurde mehrfach bewiesen: Wer gut eingestellt ist und keine Grippe erwartet, der bleibt auch bei arg gartigem Wetter gesund. Wer jedoch beim kleinsten Wind eine Erkältung erwartet, wird in kürzester Zeit krank.

Was passiert da? Durch meine Einstellung, meine Erwartungen, beeinflusse ich meine Gefühle und mein Immunsystem, mein Inneres, meine Stärke und Ausstrahlung. Positive Erwartungen stärken, negative Erwartungen schwächen. So haben Krankheitserreger und Mutlosigkeit leichtes Spiel.

Ein weiteres Beispiel der negativen Erwartung ist die Angst. Angst ist auch nur eine Erwartungshaltung, vielleicht gestärkt durch frühere Vorfälle. Erwarte ich Negatives, habe ich entsprechende Angst, ziehe Probleme an und diese treten ein. Natürlich soll ich nicht unvorsichtig oder gar leichtsinnig werden. Aber Angst hat noch nie vor einem Unglück bewahrt.

Das Gute und das Schlechte

Was ist gut, was ist schlecht? Da ich allem eine Bedeutung und somit eine Wertigkeit gebe, kann das nie abschließend deklariert werden. Etwas, das ich jetzt als schlecht empfinde, kann bereits morgen positiv für mich sein.

In mir spürte ich, dass, wenn ich über negative Dinge wie Mangel an Zeit oder Geld, Trauer usw. spreche, sie nach außen trage, sie kleiner werden. Behalte ich sie für mich, beginnen sie in mir zu wachsen.

Das gleiche geschieht mit positiven Dingen wie Freude und Liebe. Behalte ich den grösseren Teil in meinem Herzen, so wird er immer grösser und ich kann immer mehr weiter geben. So öffne ich mich. Ich werde durchlässiger, durchsichtiger. Menschen können mir nur dann helfen, wenn sie auch meine „Sorgen“, meine Trauer kennen. Denn wenn ich glücklich bin und in Freude stehe, bin ich stark und kann helfen. Nun stellt sich die Frage: Wie komme ich weg von negativen Perspektiven, wie kann ich negative Bedeutungszuordnung vermeiden?

Übereinstimmung von Wort und Tat

Ich nehme Ewald Schobers Zustandslehre als Basis. Darin erkenne ich, dass jedes Element das andere unmittelbar beeinflusst. Es wird klar, was das für die Übereinstimmung in Wort und Tat bedeutet. Aber mir wird auch bewusst, dass ich bereits bei meinen Gedanken und nicht erst beim gesprochenen oder geschriebenen Wort anfangen muss.

Bereits der Gedanke beeinflusst mich, meine Gefühle, mein Sein. So gesehen ist es unabdingbar, in sich hinein zuhören, achtsam zu sein, was und wie gesprochen wird. Es wird unabdingbar, die eigenen Worte überlegt zu wählen und ihnen ihre Bedeutung zu geben. Bin ich in Wort und Tat authentisch, so bin ich mächtig.

Ich unterstreiche jedes Wort mit Kraft. Und auch meine Mimik und meine Körperhaltung entsprechen dem Gesagten, lassen keinerlei Zweifel offen. In dieser Stärke folgen dann wirkungsvolle Taten. Taten, in denen alle meine Gefühle auf das angestrebte Ziel ohne Widerspruch ausgerichtet sind und ihre volle Wirkungskraft entfalten können. So nutze ich meine vier Kräfte Denken, Sprechen, Handeln, Fühlen in ihrer ganzen Kraft.

Agieren statt reagieren

Jeder hat es in der Hand, durch die eigene Einstellung die Dinge zu beeinflussen und zu verändern. Aus der Stärke heraus lässt sich agieren. Die Welt und so auch die Mitmenschen und die Welt der Mitmenschen wird geformt und gestaltet. So werde ich zum wahren Schöpfer.

Dies war eine Erkenntnis aus einem Colletive Reframing (CR) mit Katrin Stigge. Den Lebensgestalter fühlte ich bereits und er wurde ergänzt durch den Seelenwanderer. Was bedeutet dies im Kontext zu agieren statt zu reagieren?

Bei einer Wanderung agiere ich, indem ich sie plane und umsetze. Vielleicht steckt eine kleine Prise Rektion dahinter, die Lust hinaus in die Natur zu gehen, mich zu bewegen. Die ganze Wanderung ist dann fortgesetztes Agieren. Und so ist es doch auch in meinem Leben: reagiere ich auf Vorkommnisse, so renne ich dem Leben hinter her. Agiere ich aber, plane ich meine Zeit, visualisiere ich meine Ziele, so gehe ich voran und das Leben folgt mir. So fokussiere ich meinen Blick auf meine positive Zukunft und schreite ihr erhobenen Hauptes entgegen.

Nicht Nachdenken, denn Tatsachen und Ursachen sind zweitrangig

Nicht nachdenken heisst auch den Dingen keine Beachtung und somit keine Energie zu geben. Nachdenken ist rückwärts schauen, den Blick nach hintern richten, stehen bleiben. Egal was geschah, es ist immer zweitrangig und auch die Ursache, warum es geschah, verliert mit dem Ereignis an Wichtigkeit.

Da ich die Zeit niemals zurück drehen kann, mich physisch nicht in die Vergangenheit begeben kann, ist jedes Nachdenken über Geschehenes zwecklos. Ich werde niemals wieder in die gleiche Situation kommen, denn die Zeit fliesst wie Wasser in einem Fluss. Auch im Fluss wird ein schwimmendes Blatt niemals zweimal die gleichen Bedingungen vorfinden.

Gebe ich den Dingen zu viel Bedeutung und Macht, lasse mich so in deren meist negativen Sog ziehen. Richte ich meinen Blick auf das Positive, schärfe ich meine Perspektive auf die Schönheit des Seins, so erkenne ich auch die Perlen der Vergangenheit. Aus positiven Momenten kann Kraft und Zuversicht geschöpft werden., ja Freude für das Morgen! So erkenne ich auch meine Einzigartigkeit, meine Grösse und meine Schöpfermacht.

Fazit

Aus der Vergangenheit die freudigen Momente bewahren,
in der Gegenwart die die Lichter der Freude zünden
und mir damit das Haus der Zukunft voller Liebe, Licht und Glück errichten.

 

Lieber Leser, welche Erfahrungen hast Du damit gemacht, einen positiven oder negativen Blickwinkel auf die Dinge zu haben? Ich freue mich über Antworten hier im Chat.

 

Bildquelle: pixabay.com

 

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