Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – Oder?

by Silvia Meerbothe
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„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, flüsterte er leise in den Spiegel des Alibert, aus dem ihm ein müdes Gesicht entgegen blickte. Dunkle Ringe unter den Augen. Sah er aus, wie ein fünfundvierzig Jähriger? Er fand, er sah älter aus.

Wenn alles steht, dann kann ich ruhiger machen

„Das ist halt der Preis, für ein selbstbestimmtes Leben“, grübelte er. Er dachte an seine Frau und seinen Sohn, die noch im Bett lagen.  Wenn er aus dem Büro käme, würde der Kleine bereits wieder schlafen. Zehn Jahre war er jetzt Unternehmer. Wie viel Zeit hatte er von den ersten drei Jahren seines Sohnes mit bekommen? Doch für seine Familie tat er das schließlich alles. „Von nix, kommt schließlich nix.“

TUN – HABEN – SEIN

In Bälde sollte es soweit sein, dass er mehr Zeit, für die schönen Dinge des Lebens hätte. Dann könnte er mehr mit seiner Familie unternehmen und auch mal wieder schwimmen gehen. Er liebte es zu schwimmen, seine Muskeln zu spüren, wenn er seine Bahnen zog. Wann war er das letzte Mal im Wasser gewesen?

Er wischte die Gedanken beiseite und begann die To dos weiter durch zu gehen, die schon präsent waren, bevor er seine Füße aus dem Bett, auf den Boden geschwungen hatte: Drei Vorstellungsgespräche, Angebote prüfen, zwei Meetings mit potentiellen Großkunden, am Abend die Vorstandssitzung. Bald hätte er genug getan, um alles stabil zu haben und könnte gechillter sein. „Tust Du was – Dann Hast Du was – Dann bist Du was“ Das alte Paradigma TUN – HABEN – SEIN, danach war er nun mal erzogen.

In der Küche stürzte er noch schnell den Kaffee herunter, verzog das Gesicht, als das Heißgetränk schmerzhaft den Magen erreichte. Er setzte sich in seinen Wagen, startete den Motor und reihte sich in den Berufsverkehr ein.

Eine andere Welt

Er reckte sich noch mal genüsslich – lächelte versonnen vor sich hin. „Auf was habe ich denn jetzt Lust?“ Er gab seiner schlafenden Frau einen Kuss auf die Stirn und schwang sich aus dem Bett. Seine To Dos für heute hatte er bereits gestern aufgeschrieben. Sie liefen ihm nicht weg.

Erst das Vergnügen, dann die Arbeit

Nachdem er sich angezogen hatte, schnappte er sich seine Hunde und marschierte fröhlich Richtung Wald. Wenn er zurück käme, wären seine Frau und seine Tochter bereits wach und sie könnten gemeinsam frühstücken. Dann würde er, nachdem der Berufsverkehr sich verflüchtigt hatte, stressfrei ins Büro fahren.

Kurz kam ihm der Gedanke, was alles anstand für heute. Er gab ihm keinen Raum – wissend, dass er es, so wie er es lebte, sowieso in maximal vier Stunden schaffte. Für ein Pensum, für das andere eine Woche brauchten. Seit er erkannt hatte, dass das alte Paradigma TUN -HABEN – SEIN auf Dauer nicht funktionierte, lebte er ein gechilltes Unternehmer-Leben.

Für ihn galt SEIN – TUN – HABEN. Er war glücklich, dadurch handelte er aus einer unfassbaren Ruhe heraus die man eher einem ZEN Meister zugesprochen hätte, denn einem Unternehmer. Die Firma lief super. Und alle in der Firma taten es ihm gleich. Bei ihm lief es halt anders: Erst das Vergnügen, dann die Arbeit. 

Wer bist DU?

Möglicherweise, erkennst Du Dich wieder? Vielleicht sogar eher in der ersten Geschichte? Und was würdest Du bevorzugen?

Das funktioniert?

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Außerdem bin ich neugierig – und Praxis orientiert. Also habe ich es getestet. Und nicht mehr aufgehört so zu leben – weil es einfach nur grandios ist, aus dem Sein zu handeln. Beim Day of Change habe ich es gelernt. Ich habe Vergnügen beim Sein, sowie vor und während der Arbeit.

Wer bist DU? Und – Wer willst Du in Zukunft SEIN?

Hier geht’s zu Deinem Day of ChangeDer Name ist Programm!

Lebe die unternehmerische Leichtigkeit des Seins.

 

 

 

 

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