Wenn man hinter die Fassade blickt

by Silvia Meerbothe
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Wer kennt sie nicht? Die Menschen die laut verbalisierend kundtun, was sie alles tun, was sie alles können und wie sehr sie andere entlasten. Dass ohne sie gar nichts läuft. Dass, ohne sie, alles den Bach runter ginge…

Bitte sieh mich doch endlich!

Aus der Beobachtung meiner selbst, sowie aus der anderer Menschen um mich herum, stelle ich fest: Je lauter und je mehr mit dem eigenen Tun herum gewedelt und getönt wird, umso größer ist das Geltungsbedürfnis der Person die wedelt.

Ich bilde da keine Ausnahme. Gleichwohl stelle ich fest, dass es sich beinahe komplett aufgelöst hat, dass ich anderen um die Ohren hauen muss, wie toll ich bin, damit sie mir ihre Anerkennung zollen. Früher war da immer dieses: „Ich muss was tun, damit die anderen mich sehen und vor allem muss ich laut sein – darauf hinweisen, was ich doch für eine hervorragende Mitarbeiterin bin – und was für eine starke Persönlichkeit und Heldin!“

Hinter der Fassade

sah es aber ganz anders : die ganze Bambule diente einzig und allein dazu, zu verdecken, als was für ein kleines, verunsichertes Würstchen ich mich doch fühlte. Am besten kann man es sich vorstellen, wie so einen kleinen Fiffi, der, wild kleffend, an den Beinen der umherstehenden Menschen hochspringt, damit man ihn streichelt.

Die Fehler der Anderen

Die wurden gerne von mir genommen, um mich in ein gutes Licht zu rücken. Es ging dabei nicht darum, den anderen ans Bein zu pinkeln, wenn ich auf ihre Fehler verwies – ich wollte zeigen, wie gut ich bin. Dass ich was kann. Und Fehler finden konnte ich gut. Außerdem war das eine wunderbare Ablenkung, um nicht hinzusehen, was an eigenen Baustellen zu beharken war. Ich brachte es sogar fertig, einem Beststeller Autor fünf Fehler in seinem Buch zu kredenzen und fühlte mich großartig dabei. Ich hatte ja wieder ein Stöckchen gefunden.

Mentale Größe – SelbstBEWUSSTSEIN

ist nicht laut. Das habe ich mittlerweile festgestellt. Früher habe ich gedacht, diese Menschen, die auf Seminaren so ruhig in den Reihen sitzen, die in den Pausen eher schweigsam dabei stehen und nicht ständig auf andere einreden, sind arrogant. Außerdem hatte ich häufig Angst, diese Menschen anzusprechen. Schließlich hatte ich den Eindruck, die hielten sich für was Besseres. Heute weiß ich: Sie sind präsent! Sie sind aufmerksam. Sie ruhen in sich und haben gar nicht das Bedürfnis, alles nach außen zu tragen.

In der eigenen Mitte

Sich seiner selbst bewusst zu sein, bedeutet nicht, besonders laut davon zu erzählen, wie toll man ist, weil man es möglicherweise gerne glauben möchte, aber es nicht fühlt.

Es bedeutet, sich seiner Fähigkeiten und ebenso seiner Schwächen bewusst zu sein und aus diesem Bewusstsein heraus zu handeln. Die eigenen Fähigkeiten und Schwächen zu kennen und zu akzeptieren. Sich voll anzunehmen und zu wissen, dass man richtig ist, wie man ist.

Immer öfter

merke ich, dass ich leiser geworden bin. Ich bin immer noch quirlig. Ich bin oft albern, wie ein Kind. Das ist aber was anderes. Das Gefühl der Selbstsicherheit, in mir zu ruhen und zu wissen was ich kann, oder halt noch nicht, ist warm und erfüllend. Manchmal gibt es Momente, da fühle ich mich wie ein Buddha – Und ich liebe es.

Sehen was gut läuft

Den größten Teil zu meinem neuen Selbstbewusstsein hat definitv die Life-Academy des LCC Life-Coaching-Centers mit seinem Day of Change beigetragen. Während andere Coaching Formate ständig darauf abzielen, an dem rum zu schrauben, was nicht richtig läuft, lernte ich hier zu sehen, was alles gut läuft. Dabei erkannte ich: es gibt an mir und meinem Leben ein Vielfaches an Positivem, während das Negative wie ein Pickel auf der Fläche eines Elfenatenrückens anmutet. Ewald Schober, den ich inzwischen als meinen Mentor ansehe, hat mich wunderbar spielerisch darauf konditioniert, im Wohlfühlmodus zu leben. Schön hier 🙂

Und weil es so schön ist

lade ich Dich ein, einen Day of Change mitzuerleben. Es ist noch niemand dümmer wieder raus gegangen 😉

Mit herzlichen Grüßen aus meiner Mitte,

Deine Silvia Meerbothe

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